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Cyanoacrylat: Geschichte, Regulierung und sichere Anwendung in der Wimpernverlängerung
Einführung in den kosmetischen Einsatz von Cyanoacrylat
Cyanoacrylat ist für seine schnelle und starke Haftung bekannt – eine Eigenschaft, die es zu einem bevorzugten Klebstoff für Wimpernverlängerungen macht. Es gewährleistet einen präzisen Halt bei gleichzeitiger Reduktion der Trocknungszeit.
Vom Kriegslabor zur Schönheitsindustrie: Die Geschichte des Cyanoacrylats
Cyanoacrylat wurde 1942 von dem amerikanischen Chemiker Dr. Harry Coover bei Eastman Kodak entdeckt, als er versuchte, klares Plastik für Waffenzielvorrichtungen herzustellen. Zunächst als zu klebrig abgelehnt, erkannte man später seine außergewöhnlichen Klebeeigenschaften. 1958 kam es unter dem Namen Eastman 910 auf den Markt – besser bekannt als „Superkleber“.
Während des Vietnamkriegs verwendeten Sanitäter Cyanoacrylat-Sprays zur schnellen Wundversorgung und Blutstillung – ein medizinischer Durchbruch. Später wurde eine medizinische Variante namens 2-Octyl-Cyanoacrylat entwickelt und 1998 von der FDA zugelassen.
Was ist Cyanoacrylat?
Es handelt sich um einen Klebstoff, der sich durch Feuchtigkeit in Sekunden polymerisiert. In der Kosmetik wird er wegen seiner Effizienz und Festigkeit eingesetzt, insbesondere beim Applizieren künstlicher Wimpern.
Häufig verwendete Cyanoacrylat-Typen in Kosmetikprodukten
- Ethyl Cyanoacrylate (CAS #7085-85-0) – schnelltrocknend und filmbildend. [1]
- Ethoxyethyl Cyanoacrylate (CAS #21982-43-4) – ähnliche Eigenschaften, leicht modifiziert. [2]
- Polymethyl Methacrylate (CAS #9011-14-7) – transparent und stabilisierend. [3]
Cyanoacrylat und EU-Vorschriften
Die europäische COSING-Datenbank bestätigt die Zulässigkeit von Cyanoacrylat in Kosmetika ohne spezifische Einschränkungen. [4]
Genehmigung durch Gesundheitsbehörden
Cyanoacrylat ist von der Spanischen Arzneimittelagentur (AEMPS) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für kosmetischen und medizinischen Gebrauch anerkannt. [5], [6]
Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit Cyanoacrylat
- Inhalation: Frischluft aufsuchen, bei Beschwerden Arzt konsultieren.
- Hautkontakt: Mit warmem Seifenwasser abspülen, nicht gewaltsam entfernen.
- Augenkontakt: Gründlich mit lauwarmem Wasser spülen, medizinische Hilfe suchen.
- Verschlucken: Kleber von selbst durch Speichel ablösen lassen, ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Kann Cyanoacrylat allergische Reaktionen verursachen?
Ja, vor allem bei empfindlichen Personen. Einige Hersteller bieten low-fume (geruchsarme) Varianten an, die jedoch langsamer trocknen (5–7 Sekunden) und sich daher nicht für Techniken wie Russian Volume eignen, bei denen schnelle Fixierung entscheidend ist.
Gibt es sicherere Alternativen?
Es existieren cyanoacrylatfreie oder hypoallergene Kleber, jedoch meist mit geringerer Haltbarkeit. Bei sachgemäßer Anwendung bleibt Cyanoacrylat der zuverlässigste Klebstoff in der Wimpernverlängerung.
Fazit
Cyanoacrylat hat sich über Jahrzehnte hinweg bewährt – sowohl in medizinischen als auch in kosmetischen Anwendungen. Bei richtiger Verwendung ist es sicher, effektiv und optimal geeignet für professionelle Wimpernverlängerungen.
Wissenschaftliche Quellen
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